Sicher.Land.Leben – Gewaltprävention im Südburgenland

Sicher.Land.Leben ist ein LEADER-Projekt zur Stärkung von Sicherheit, Zivilcourage und Gewaltprävention im ländlichen Raum des Südburgenlandes. Getragen vom Verein Frauen für Frauen Burgenland und umgesetzt in enger Zusammenarbeit mit regionalen Gemeinden, Vereinen, Schulen und Multiplikator*innen richtet sich das Projekt an Frauen, Jugendliche und die kommunalen Strukturen in der Region.

Über den gesamten Projektzeitraum von 2026 bis 2028 werden vielfältige Maßnahmen entwickelt, die das soziale Miteinander stärken und Menschen befähigen, Gewalt frühzeitig zu erkennen, zu verhindern und Betroffene zu unterstützen.

Das Projekt setzt auf einen ganzheitlichen, sozialraumorientierten Ansatz: Durch Workshops, Informationsveranstaltungen, Kooperationen mit Schulen sowie öffentlichkeitswirksame Aktionen werden sowohl Fachpersonen als auch Bürger*innen für das Thema Gewalt sensibilisiert.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung der Vernetzung regionaler Akteur*innen sowie auf der Stärkung lokaler Ressourcen, damit Prävention nicht punktuell, sondern nachhaltig im Alltag verankert wird.

Ziele des Projekts

1. Bewusstsein für Gewaltformen stärken

  • Sensibilisierung für Gewalt gegen Frauen, Gewalt im Alter und strukturelle Gewalt
  • Vermittlung von Wissen über Warnsignale, Dynamiken und Handlungsmöglichkeiten

2. Zivilcourage und Handlungskompetenzen fördern

  • Menschen befähigen, im Alltag hinzuschauen, einzuschreiten und Betroffene zu unterstützen
  • Trainings zu Alltagszivilcourage, Kommunikation und sicherem Handeln

3. Regionale Netzwerke ausbauen

  • Stärkung der Zusammenarbeit von Gemeinden, Institutionen, Vereinen und Schulen
  • Aufbau verbindlicher Strukturen für Gewaltprävention im ländlichen Raum

4. Frauen und Jugendliche stärken

  • Empowerment-Formate, Workshops und Austauschmöglichkeiten
  • Förderung von Selbstbestimmung, Resilienz und sozialer Teilhabe

5. Nachhaltige Prävention im Sozialraum verankern

  • Institutionalisierung von Präventionsangeboten
  • Entwicklung von Leitfäden, Good-Practice-Modellen und wiederkehrenden Formaten

Das Projekt soll langfristig dazu beitragen, dass Gewalt in all ihren Formen früher erkannt wird, Unterstützungswege klarer sichtbar werden und Menschen sich sicherer fühlen – in ihren Familien, in ihren Nachbarschaften und in ihren Gemeinden.

Erwartete Ergebnisse

  • Erhöhte Sichtbarkeit des Themas Gewaltprävention in der Region
  • Gestärkte Handlungssicherheit bei Bürger*innen, Gemeinden und Fachkräften
  • Ausgebaute regionale Netzwerke, die nachhaltig zusammenarbeiten
  • Mehr Unterstützungsangebote für Frauen, Jugendliche und ältere Menschen
  • Verbesserte Zivilcourage im öffentlichen und halböffentlichen Raum
  • Nachhaltige Strukturen, die über das Projekt hinaus Bestand haben

Mit Unterstützung von Bund, Land und der Europäischen Union (LEADER).


KONTAKT & TERMINVEREINBARUNG

Iris Ablasser, Bakk.phil
PROJEKTKOORDINATORIN

 +43 (0) 3329 45 008
 i.ablasser(@)frauenberatung-burgenland.at